Rasse, Standard und Historie

empfehlenswertes Buch in deutscher Sprache
"Bulldogs in Geschichte und Gegenwart" Autor Christoph Jung mehr hier http://www.hundebuchshop.com/nextshopcms/Bulldogs-in-Geschichte-und-Gegenwart-Christoph-Jung.htm
Viel Spaß beim Lesen!

THE KENNEL CLUB VERABSCHIEDET DEN NEUEN STANDARD
und hier die neue Rassebeschreibung durch den FCI (Referenz) als Worddokument.

Eine weitere Buchempfehlung "Fortpflanzung der Hündin" Autorin Andrea Münnich ISBN 3-00-006815-5

 

Historie

Der Bulldog in Deutschland

 

Auszug aus dem Buch "Der englische Bulldog" von Kari Wolfsjäger


 

1901 wurde der Kontinentale Bulldogclub (später Club für englische Bulldogs) gegründet. Mrs. Arabel Clare, Herr Pelzer, Frau Dr. Berthold und die Herren Westphal, Otto und Hamel waren die Initiatoren unseres Clubs. Sie alle haben mit viel Aufwand erstklassige Bulldogs aus England importiert und mir scheint, als hätten sie nach dem damaligen Stand beachtliche Erfolge zu verzeichnen- bis der Krieg kam und alles zerstörte! Kilburn Shop Girl, Cavalier, Blithe Result, Beowulf, Bulldogheil Britains Signet, Good Formed und Frau Dr. Bertholds eigene "Bronanza"-Champions standen den englischen kaum nach. Wahrscheinlich war damals der einzige Zeitpunkt, wo deutsche oder in Deutschland gehaltene Bulldogs international konkurrenzfähig waren. Sicher hat es auch später in Deutschland einige gute Bulldogs gegeben, der vor der Reaktivierung des Clubs 1971 erreichte Tiefstand ist in der deutschen Bulldog-Geschichte einmalig und wird wahrscheinlich nicht wiederkehren. Otti Heermann leitete jahrzehntelang den Club und ihre Verdienste um unsere Bulldogs kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nach dem Tode von Otti Heermann versuchte Ing. Seemann für kurze Zeit ihr Erbe weiterzuführen. Leider war ihm der erhoffte Erfolg nicht beschieden und der Club löste sich schließlich auf.

Auf den Bildern ist das Ehepaar Wilhelm Herz, damals wohnhaft in Lampertheim, Kaiserstraße 31 mit ihrem Sohn Hermann und Nachbar (Besitzer vom damaligem Kino im Nachbarhaus) zu sehen. Links auf der Bank sitzt die Gattin vom damaligen Ministerpräsidenten Meyer-Seebohm, die sich gerade einen Welpen aussuchte. Die Bulldogmutter hieß Asra. Wir haben die Unterlagen von Herrn Hermann Herz bekommen. Sie stammen aus seiner Kindheit.

Sein Vater züchtete unter großen Schwierigkeiten in der Kriegszeit Bulldogs.

Mitgliedskarte seines Vaters; der damalige FCI-Verein war der Kontinentaler Bulldog-Klub.

Auszug aus "Die Geschichte des ACEB E.V." (heutiger Bulldogclub im VDH) geschrieben von Dr. Ulrich L. Schäfer anlässlich der Jubiläumsausgabe 100 Jahre Deutsches Hundewesen, Oktober 2006.

...Im Sommer 1971 wurde Herr Wolfsjäger vom VDH beauftragt, den Club zu reaktivieren, was dann auch geschehen ist. 1975/1976 entstand ein weiterer Club unter der Bezeichnung "Deutscher Club für Englische Bulldogs e.V.", was natürlich nicht im Sinne der Rasse und auch nicht des VDH war. Der VDH drängte daher auf einen Zusammenschluss der beiden Clubs. Bei einem Treffen von Repräsentanten beider Vereine in den Räumlichkeiten des VDH einigte man sich schließlich 1977 auf eine Vereinigung beider Clubs und gab sich den heutigen Namen "Allgemeiner Club für Englische Bulldogs e.V.". Seit 01.01.1979 führt der ACEB auch das Zuchtbuch der Rasse. Ziel des Clubs ist die Zucht gesunder rassetypischer Hunde. Hierbei wird besonders auf die Einhaltung des neuen FCI-Standards Nr. 149 vom 24.3.2004 geachtet. Dieser fordert unter anderem ausdrücklich eine gesunde Bewegungsfähigkeit der Bulldogs.

Beschluss des VDH-Vorstandes vom 04.08.2011
Der Allgemeine Club für Englische Bulldogs (ACEB) wird von einen Notvorstand geleitet, und eine verantwortungsvolle Zuchtleitung ist derzeit nicht möglich. Das VDH-Verbandgericht hat in einer einstweiligen Anordnung auf Antrag des VDH-Vorstandes entschieden, dass die Zucht- und Zuchtbuchhoheit auf den VDH übergehen. Weiterhin hat der VDH-Vorstand beim VDH-Verbandsgericht den Antrag auf Ausschluss des ACEB aus dem VDH gestellt, über den noch nicht entschieden wurde. Der ACEB hat massiv gegen VDH-Satzung und/oder VDH-Ordnungen (insbesondere die VDH-Zucht-ordnung) verstoßen. Der ACEB hat große Probleme sich zu organisieren, und ist nicht mehr in der Lage, die Rasse English Bulldog im Sinne des VDH zu betreuen. Insbesondere sind eine ordnungsgemäße Zuchtkontrolle und Zuchtbuchführung nicht mehr möglich.
Der VDH hat nun selbst die Zucht- und Zuchtbuchhoheit übernommen.
Die Bulldogzucht in Deutschland findet mittlerweile über viele Vereine statt.

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